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Gutsküche Wulksfelde

Brunch in der Gutsküche Wulksfelde

Nördlich von Hamburg liegt das Gut Wulksfelde, ein Bioland-Betrieb mit ökologischer Landwirtschaft, eigener Bäckerei, einem großen Laden und vielen anderen Angeboten. Ich kenne den allerersten Hofladen noch aus der Kindheit, ich bin in Fahrrad-Weite aufgewachsen. Heute ist das Ganze ein wenig größer geworden. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall.

Seit einigen Jahren ist vor Ort die Gutsküche geöffnet: Ein Restaurant mit biologischen Lebensmitteln vom Hof und aus der Umgebung, frisch verarbeitet zu saisonalen und frischen Gerichten. Und es gibt einen sonntäglichen Brunch! Den zu testen stand schon länger auf meinem Plan. Meine Mutter war schön öfters in der Gutsküche Wulksfelde und schwärmt davon. Und nun hatte ich das Glück, dass sie mich zur Feier der Rente meines Vaters sogar dorthin eingeladen hat. Einen Brunch als Familienfeier kann ich wirklich empfehlen!

Das bedeutet aber natürlich, dass ich weder etwas für diesen Bericht von der Gutsküche bekommen habe, noch, dass ich irgendeine Verbinung dorthin habe. Außer, dass ich dort gegessen habe.

Brunch in der Gutsküche Wulksfelde

In der Gutsküche

Die Gutsküche liegt auf dem Gelände des Guts Wulksfelde. Dort sind ausreichend Parkplätze vorhanden, sofern nicht gleichzeitig noch andere Veranstaltungen sind. Aber ich glaube, das kommt selten vor.

Problematisch ist die sonntägliche Anfahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Es gibt zwar eine Haltestelle direkt an der Straße – nur fährt dort am Sonntag kein Bus. Bis in ungefähre Nähe kann man allerdings gelangen. Der Rest wäre Fußweg. Das Fahrrad als Alternative hatte ich überlegt (und der Weg ist ganz gut zu befahren), nur macht das im norddeutschen März nicht so viel Spaß. Der Rückweg mit vollem Bauch noch viel weniger.

Das Gebäude der Gutsküche ist geziegelt, innen mit Holzbalken und einer offenen Küche versehen. Der Raum ist deutlich kleiner, als ich es vorher geschätzt hätte – das führt aber dazu, dass es deutlich leiser ist, als in einem größeren, offenen Raum.

Das Ambiente ist hell, Holz wirkt als rustikaler Kontrast zu den weißen Wänden im Inneren. Ein wenig Bistro, ein wenig modernes Landhaus und dabei nicht zu edel. Denn “edel” verbinde ich oft mit Läden, in denen man genau auf seine Garderobe zu achten und zuviel Besteck vor sich liegen hat. Gefreut haben mich die Stoffservietten. Das spart Müll!

Brunch in der Gutsküche Wulksfelde

Der Brunch

Das Brunchbuffet gruppiert sich um die offene Küche. Dort konnte ich einen Koch dabei zusehen, wie er geduldig und gefühlsvoll das Rührei rührte. Das ist definitiv Slowfood!

Die erste Zeit des Brunches ist dem kalten Buffet vorbehalten. Es gibt Brot, Brötchen und frische Croissants (für mich etwas zu knusprig) und diverse Marmeladen. Die Bitterorange war traumhaft! Und der Anblick der breiten Käseplatte lässt den Supermarkt-Gouda vor Scham im Boden versinken. Dazu kommt noch Wurst und selbstgemachter Aufstrich.

Brunch in der Gutsküche Wulksfelde

Früchte und süßer Nachtisch für die Leckermäuler gibt es ebenfalls. Und bei den Desserts sind die Gläschen so klein, dass man wenigstens eine Chance hat, von allem etwas zu probieren. Ich habe es nicht geschafft und die kleinen Schälchen müssen bis zum nächsten Besuch auf mich warten.

Brunch in der Gutsküche Wulksfelde

Wer es kräftiger mag, der bedient sich am Lachs. Oder biegt um die Ecke der Küche, wo Rührei, Würstchen und frische Pancakes warten. Daneben ist Platz für die warmen Gerichte, die etwas später aufgetragen werden. Beim Gang zum Buffet für die kalten Gerichte kann man die Köche beim Zubereiten sehen. Wir haben durch diese kurzen Blicke versucht zu erraten, was es wohl später geben wird. Ich nehme an, es variiert je nach Jahreszeit.

runch in der Gutsküche Wulksfelde

Ich musste etwas aufpassen, um im Magen noch genug Platz für den warmen Nachschlag zu lassen. Als der schließlich aufgetragen wurde, war mir klar, DAS kann ich nicht alles probieren! Cocos Curry, Linsensuppe, Gulasch… Vegetarier kommen hier gut auf ihre Kosten. Ich habe allerdings ganz vergessen zu fragen, wie es mit glutenfreien Sachen aussieht. Direkt gesehen habe ich davon nichts.

Generell war ich überrascht, wie viele verschiedene Gerichte es gab. So viel kann ich doch garnicht essen! Aber das ist natürlich ein guter Anreiz, um ein anderes Mal wiederzukommen. Ich meine das nicht unbedingt negativ. Die Gutsküche ist weit von den Läden entfernt, die Berge an Lebensmitteln aufschichten und dann viel zu viel wegwerfen. Wärend des Brunches ist mir bis auf Rührei nicht aufgefallen, dass etwas nicht mehr da war. Oder, dass es später nachgefüllt wurde.

runch in der Gutsküche Wulksfelde

Fazit zur Gutsküche Wulksfelde

Die Gutsküche ist ganz weit oben beim Sonntagsbrunch. Leider nicht nur von der Qualität und Aufmachung, sondern auch vom Preis. 38€ kostet dieses Genußerlebnis für Erwachse, inklusive einem Heißgetränk (Kaffee einer örtlichen Rösterei), frischen Säften und Mineralwasser. Die Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist nicht optimal – da kann die Gutsküche allerdings nichts für. Dafür entschädigen die Gerichte allerdings zweimal.

Wer gute Lebensmittel mag, Bio und saisonale Speisen bevorzugt und genereller Genußfreund ist, der kommt sicherlich auf seine Kosten. Wer hauptsächlich satt werden möchte und den billigen Schinken vom Discounter für ausreichend findet, der sollte sich vielleicht etwas anderes suchen.

Gutsküche Wulksfeld
Wulksfelder Damm 15-17
22889 Tangstedt

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