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Die Bohne mit dem gewissen Etwas

Kaffee nennt sich das Getränk aus den gerösteten und gemahlenen Samen der Kaffeepflanze. Und ehrlich, gibt es jemanden, der keinen Kaffee kennt? Kinder mögen ihn selten und bei den Erwachsenen sind gerade engagierte Teetrinker eher abgeneigt. Der Rest der Menschheit scheint mal mehr, mal weniger von dem Heißgetränk zu sich zu nehmen – ob des Geschmacks oder rein für die anregende Wirkung des enthaltenden Koffeins.

Der Siegszug des Kaffees

Vermutlich stammen die ersten Kaffeetrinker aus Äthiopien, wo Kaffeepflanzen ursprünglich wachsen. Natürlich gibt es verschiedene Mythen, wie die Menschen herausgefunden haben, dass dieser merkwürdige Strauch mit den ungenießbaren Früchten dann einen Sinn bekommt, wenn man die Frucht mühsam auseinander pult, die Samen trocknet, röstet, zerstößt und dann mit heißem Wasser übergießt. Was ja nun nicht unbedingt ganz naheliegend ist.

Zumindest wurde Kaffee vermutlich bereits im 9.Jahrhundert getrunken, im 14. Jahrhundert spätestens auch in Arabien. Von dort begann der Siegeszug: über das Osmanische Reich weiter nach Italien und über Händler in alle Hafen- und großen Handelsstädte. Klar, dass die normale Bevölkerung davon erstmal gar nichts hatte.

In Wien – die Österreicher und besonders die Wiener sind für ihre Kaffeekultur bekannt – eröffnete 1685 das erste Kaffeehaus. Hamburg war, vermutlich durch den direkten Händlerkontakt, mit 1677 sogar etwas früher, Berlin zog 1721 nach. Von da an gab es kein Halten mehr.

Je nach Zeit und Region war Kaffee ein Luxusgut oder verboten. Wer ihn sich nicht leisten konnte (oder weil er gerade nicht zu bekommen war) nutzte Ersatzkaffee aus Getreide, Eicheln oder andere Mischungen.

Pflanzen und Anbau

Die bedeutendsten Arten der Kaffeepflanze sind arabica und canephora (da kommt der Robusta-Kaffee her). Denn Kaffee stammt nicht von einer Pflanze, es sind mehrere Arten, die dann jeweils viele verschiedene Sorten haben. Eine riesige Bandbreite also, die oft stark auf die regionalen Gegebenheiten des Anbaus zu gezüchtet wurde. Zusätzlich ist die Verbreitung heute riesig: in über 50 Ländern wird Kaffee angebaut.

Ganz pflegeleicht ist die Kaffeepflanze nicht: Zu heiß darf es nicht sein und starker Sonnenschein ist eher schlecht. Allerdings darf es auch nicht zu kalt sein und schon gar nicht frieren. Kaffeeanbau in Deutschland hat ziemlich schlechte Karten, sofern man nicht ein Gewächshaus zur Hand hat.

Kaffeegewinnung und Röstung

Um vom Strauch in die Tasse zu kommen benötigt es einige Zeit: Zunächst müssen die Kaffeebohnen – die Samen – aus der festen Frucht entfernt werden. Das ist nicht ganz einfach. Eine Möglichkeit ist das Trocknen der Kaffeefrucht über mehrere Wochen. Danach können die Bohnen aus der ledrigen Haut geschält werden. Allerdings leidet die Qualität dabei.

Für den Geschmack ist es besser, die frischen Früchte auszudrücken und die in Haut und Schleim gehüllte Bohne gären zu lassen, wodurch sie schließlich abwaschbar wird. Nach dem folgenden Trocknen ist der Kaffee für die Röstung bereit.
Diese Zubereitung benötigt leider sehr viel Wasser, weshalb man oft eine Kombination aus Nass- und Trockenaufbereitung nutzt.

Schließlich werden die Bohnen geröstet. Länge und Temperatur dabei variieren stark und sind sehr wichtig für den späteren Geschmack. Espressobohnen werden am stärksten geröstet, skandinavische Mischungen am wenigsten.

Kaffee trinken

Laut verschiedenen Statistiken trinken Skandinavier den meisten Kaffee, umgerechnet über drei Tassen pro Tag. Deutschland liegt bei 2,5 Tassen, was bedeutet, dass hierzulande mehr Kaffee als Bier getrunken wird. Naja, ich denke, da ist ein deutlicher regionaler Unterschied. Und auf dem Oktoberfest läuft es vermutlich anders.

Anders läuft auch die Zubereitung: ob durch einen Filter, gekocht oder gepresst – die Zubereitung variiert extrem und ist nicht nur Landes- sondern auch Geschmacksabhängig.

Hier ist etwas über die Zubereitungsarten geschrieben

Und wie sieht es mit der Gesundheit aus? Tja, das ist etwas schwierig und die Wissenschaftler wissen selbst nicht so viel. Die Frage, ob Kaffee oder Tee zum Frühstück besser ist, kann jedoch beantwortet werden.

Kaffee und Kaffeespezialitäten

Es gibt unzählige Möglichkeiten seinen Kaffee zu verfeinern. Ob mit Milch oder Sahne – oder gar Alkohol – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Hier habe ich ein wenig von den häufig zu findenden Angeboten aufgelistet, aber wer eine ordentliche und internationale Liste möchte, der schaut am besten hier bei Wikipedia vorbei.

Und wenn deine bevorzugte Kaffeespezialität Milch beinhaltet, dann könnte dir dieser Artikel über Milch und Pflanzenmilch gefallen.

Rezepte mit Kaffee

Coffe Cake MIT Kaffee