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Allgemein über Frühstück

Tee oder Kaffee – veraltete Konkurrenz

Kaffee und Tee in Tassen

Entweder – oder?

Klassisch sehen wir den Teetrinker als britischen Gentleman, der vornehm mit einer Times in der Hand sein Getränk schlürft. Ein Kaffeetrinker dagegen ist laut und aktiv (jaja… vermutlich zuviel Koffein) und gedanklich eher wenig mit intellektuellen Lesestoff verbunden.
Ja, alles Klischees. Briten trinken zwar durchaus viel Tee aber Asiaten auch und die kommen in solchen Bildern irgendwie nicht einmal vor. Ein großer Teil der Weltbevölkerung trinkt Tee und auch Kaffee – selbst wenn er vielleicht eines davon bevorzugt. Die regionalen Unterschiede sind sehr groß und zumindest beim Getränk zum Frühstück ist Kaffee in Führung. Aber eine wirkliche Konkurrenz gibt es nicht. Vermutlich schreien die Leute, die den Geschmack des einen Getränks absolut nicht mögen, einfach zu laut.

Tein oder Koffein

Zunächst: Eigentlich sind beide Stoffe genau das gleiche, lediglich die Bindungen an andere Stoffe, besonders die Gerbstoffe im Tee, variieren. Und das reicht allerdings aus, um deutlich unterschiedliche Wirkungen zu erzielen.
Das Koffein im Kaffee löst sich schnell und geht in den Körper über, wo es dann eine aufputschende Wirkung hat. Der typische Muntermacher am Morgen also.
Ein Tee wirkt erst später, da das Tein sich erst spät von den Gerbstoffen loslöst. Eine zeitverzögerte Wirkung, die sogar länger anhält als beim Kaffee. Lassen wir den Tee jedoch nur kurz ziehen, dann verkürzt sich auch die Wartezeit auf die Wirkung. Allerdings ist dann oft auch noch nicht soviel Wirkstoff überhaupt im Teewasser.
Generell enthält Tee oft mehr von dem Wirkstoff als Kaffee, allerdings benötigt man für eine gute Tasse Kaffee deutlich mehr Rohstoff, sodass man im Endeffekt im durchschnittlichen Tee doch wieder weniger Wirkstoff hat als in der gleichen Menge Kaffee. GArnicht so einfach also.

Was ist gesünder?

Wenn es nicht nur darum geht, was man lieber mag, steht die gesundheitliche Wirkung meist im Vordergrund. Flüssigkeit nimmt man auf, egal ob nun Kaffee oder Tee das Mittel der Wahl ist. Aber ist das eine wirklich gesünder als das andere? Und wie ungesund kann ein Heißgetränk überhaupt sein?

Tee ist nicht gleich Tee

Wieder einmal ist das Problem der Name: was genau ist umgangssprachlich „Tee“? Kräutertee hat völlig andere Inhaltsstoffe als der Apfelschalen-Tee aus dem Nachbargarten, mancher Früchtetee ist eher süßer Saft und Mate enthält zwar Koffein, ist aber im botanischen Sinne auch kein Tee.
Echter Tee dagegen scheint durchaus gesund zu sein. Was jetzt nicht bedeutet, dass andere Getränke, die „Tee“ genannt werden, unbedingt schlecht sind. Botanischer Tee jedoch, besonders grüner und weißer, hat besonders positive Wirkungen. Die Gerbstoffe sollen den Magen beruhigen, viele Sorten enthalten Vitamine und Mineralien und je nach Forschung hilft Tee gegen alles mögliche und stärkt gar die Abwehrstoffe. Außerdem wird das Risiko für Herzkreislauferkrankungen reduziert.

Kaffee – besser als sein Ruf

Kaffee ist zumindest besser zu fassen als Tee, denn wo Kaffee draufsteht ist selten nur Wurzelkaffee enthalten. Landläufigen Meinungen nach wirkt Kaffee entwässernd, so wirklich bewiesen ist das aber nicht und neueste Forschungen gehen eher nicht davon aus. Wobei die natürlich nicht empfehlen, seinen gesamten Flüssigkeitsbedarf durch Kaffee zu decken.
Das Risiko für Herzkreislauferkrankungen soll auch der Kaffee reduzieren, außerdem noch das für Alzheimer und Parkinson und einige andere Arten von Erkrankungen. Langzeitforschungen sind schwierig, weil zu viel außer dem Kaffee zusätzlich wirkt, wie Ernährung, Lebensstil und Zusatzerkrankungen. Aber ungesund ist der Kaffee am Morgen für den normalen Trinker sicher nicht.


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